Zur Problematik des Zitierens aus dem Internet

Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen

(Version 1.0)

Von Thomas Christoph Marx, Freiburg im Breisgau

Zuerst als Kurzfassung gedruckt erschienen in:
Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU), Jg. 52 (2001), Heft 4, S. 238-247.

 

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·   I. Einleitung

o        Tabelle 1: Texte und Adressen im Internet zu den Zitier-Standards

·   II. Zur Problematik des Zitierens aus dem Internet

o        Notwendigkeit und Vorbild des wissenschaftlichen Nachweises

o        Zitier-Standards für elektronische Medien

o        Übersicht 1: Anforderungen und notwendige Bestandteile eines "virtuellen Nachweises"

o        Tabelle 2: Zitier-Muster und Beispiele

o        Probleme des Zitierens aus dem Internet

o        Übersicht 2: Problemfelder bei Nachweisen aus dem Internet

·   III. Schlußfolgerungen und Ausblick

o        Tabelle 3: Empfehlungen für das Zitieren aus dem Internet

·   Literatur

 

 

I. Einleitung

 

Mit dem Internet begann nach weitverbreiteter Ansicht das "Informationszeitalter" und die Diskussion über den Nutzen und die Möglichkeiten der neuen Technologien.[1] Erst in den letzten Jahren sind die Nutzungsmöglichkeiten des Internet in ihrer Tragweite offenbar geworden. Von dieser Entwicklung hat unbestreitbar auch die Wissenschaft weltweit profitiert. Dies bedeutet jedoch auch, dass das Internet das wissenschaftliche Arbeiten und seine Methodik grundlegend verändert hat und auch weiterhin verändern wird.

     Im Vordergrund stand vor allem die Frage: Wie nutze ich das Internet? Von den technischen Voraussetzungen und deren Handhabung abgesehen bedeutet dies erstens: Wie und wo finde ich was im Internet?[2] Es eröffnete sich zweitens die neue Möglichkeit der elektronischen Publikation. Die hiermit verknüpften Fragen lauten: Wie publiziere ich im Internet und wie schütze ich meine Urheberrechte?[3]

     Mit der rasant wachsenden Anzahl der verfügbaren Seiten und der zunehmenden Qualität und Brauchbarkeit der Inhalte (von kommerzieller Nutzung soll an dieser Stelle abgesehen werden) erstand wie ein längst bewältigt geglaubter Phoenix aus der Asche der Methodik drittens die Problematik des Nachweises aus dem Internet: Wie zitiere ich aus dem Internet? Bisher wurde vor allem den ersten beiden Fragen die meiste Aufmerksamkeit zuteil, jetzt ist die Dringlichkeit und die Notwendigkeit der letzteren nicht mehr zu umgehen.[4] Janice Walker und Todd Taylor sprechen gar von einer "radical disruption of the conventions and traditions of print publication".[5] Matthias Karmasin und Rainer Ribing ordnen Inhalte aus dem Internet der "grauen Literatur" zu: "Unter grauer Literatur versteht man Quellen, die - abgesehen von ihrer wissenschaftlichen Relevanz - nicht oder nur schwer nachvollziehbar sind".[6] Diese Zuordnung "virtueller Literatur" aus dem Internet zur "grauen Literatur" gilt es ebenso zu hinterfragen.

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     Insbesondere die Zeitgeschichte und deren Nachbardisziplin, die Wissenschaftliche Politik, sind vor neue methodische Anforderungen gestellt.[7] Dies gilt umso mehr, als die Möglichkeiten der Erschließung von Quellen und Literatur äußerst verlockend erscheinen: Abgesehen von der erheblichen Vereinfachung der bibliographischen Recherche und der Nutzung von CD-ROMs [8] sind elektronische Publikationen und Zeitschriften, Online-Datenbanken sowie Quellen und Dokumente im Internet verfügbar.

     Ein Beispiel hilft die auch hier bestehende Dringlichkeit zu verdeutlichen: Die gedruckte Ausgabe des Amerika-Dienstes, bisher monatlich erscheinendes, von der US-Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland als Teil des United States Information Service (USIS) herausgegebenes  Periodikum für Dokumente der US-Administration ist eingestellt worden und  künftig allein im Internet abrufbar.[9] Dies zeigt die Tendenz, vor allem zeitgeschichtlich relevante Dokumente zum Teil ausschließlich im Internet zugänglich zu machen. Gleichwohl gewinnt man den Eindruck, dass die Problematik des Nachweises aus dem Internet hierzulande wenig Beachtung gefunden hat. Dies gilt vor allem für Veröffentlichungen in

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Tabelle 1: Texte und Adressen im Internet zu den Zitier-Standards

 

American Psychological Association, Electronic Reference Formats Recommended by the American Psychological Association (19.11.1999), online unter URL:
<http://www.apa.org/journals/webref.html> (26.02.2000).

 

CRANE, Nancy/LI, Xia, Bibliographic Formats for Citing Electronic Information (29.10.1997), online unter URL:
<http://www.uvm.edu/~ncrane/estyles/> (26.02.2000).

 

CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL:
<http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000).

 

FLETCHER, Gordon/GREENHILL, Anita, Academic Referencing of Internet-based Resources (April 1997), online unter URL:
<http://www.spaceless.com/WWWVL/refs.html> (29.02.2000).

 

HARNACK, Andrew/KLEPPINGER, Eugene, Online! Citation Styles (1998), online unter URL:
<http://www.bedfordstmartins.com/online/citex.html> (26.02.2000).

 

HARNACK, Andrew/KLEPPINGER, Eugene, "Beyond the MLA Handbook: Documenting Electronic Sources on the Internet", in: Kairos Vol 1. (1996) No.2, online unter URL:
<http://as.ttu.edu/kairos/1.2/inbox/mla.html> (26.02.2000)

 

[The] International Organization for Standardization, Excerpts from International Standard ISO 690-2. Information and Documentation - Bibliographic References - Part 2: Electronic Documents or Parts Therof, online unter URL:
<http://www.nlc-bnc.ca/iso/tc46sc9/standard/690-2e.htm> (10.03.2000).

 

[The] Internet Public Library, Citing Electronic Ressources (04.01.2000), online unter URL:
<http://www.ipl.org/ref/QUE/FARQ/netciteFARQ.html> (18.02.2000).

 

KREINER, Sonja/DURRER, Ursula, Zitieren aus dem Internet (07.07.1998), online unter URL:
<http://www.hist.unizh.ch/gs+edv/zitieren> (19.02.2000).

 

Modern Language Association of America, MLA Style: Documenting Sources from the World Wide Web (03.02.2000), online unter URL:
<http://www.mla.org/style/style_main.htm> (26.02.2000).

 

LI, Xia/CRANE, Nancy, Electronic Sources: MLA Style of Citation (26.07.1996), online unter URL:
<http://www.uvm.edu/~xli/reference/mal.html> (18.02.2000).

 

LI, Xia/CRANE, Nancy, Electronic Sources: APA Style of Citation (27.07.1996), online unter URL:
<http://www.uvm.edu/~xli/reference/apa.html> (26.02.2000)

 

PAGE, Melvin E., A Brief Citation Guide for Internet Sources in History and the Humanities (Version 2.1, 20.02.1996), online unter URL:
<http://www.h-net.msu.edu/~africa/Citation.html> (19.02.2000).

 

TONG, Josie, Citation Style Guides for Internet and Electronic Sources (14.02.2000), online unter URL:
<http://www.library.ualberta.ca/library_html/help/pathfinders/style/> (18.02.2000).

 

WALKER, Janice R., The Columbian Guide to Online Style. COS-Humanities Style (MLA-Style Citations of Electronic Sources) (Version 1.3, 01.1999) , online unter URL:
<http://www.cas.usf.edu/english/walker/mla.html> (17.02.2000).

 

Web Extension to American Psychological Association Style (WEAPAS), Proposed Standard for Referencing Online Documents in Scientific Publication (Version 1.5.2, 15.10.1998), online unter URL:
<http://www.beadsland.com/weapas/> (18.02.2000).

 

 

herkömmlicher Schriftform.[10] Ganz anders stellt sich die Situation in den USA dar: Die bereits bestehenden Zitier-Regeln, auf die später einzugehen sein wird, sind in der Regel eine  von amerikanischen Universitäten, die jeweils eigene Empfehlungen für Zitier-Regeln (Citation Styles) herausgaben, vorgenommene Fortentwicklung der allgemeinen Zitier-Standards der Modern Language Association of America (MLA) und der American Psychological Association (APA). Dies führt dazu, dass es bereits mehrere und sich zum Teil nur in Details unterscheidende Zitier-Standards gibt, die zu großer Unübersichtlichkeit und neuerlicher Unsicherheit führen: Welchen Standard soll ich benutzen?

     Im Internet selbst finden sich eine unübersichtliche Fülle von Seiten und Verknüpfungen (Links), die sich mit dem Problem befassen: Unter den Stichworten "Citing Electronic Sources" und "Zitieren aus dem Internet" finden  die gängigsten Suchmaschinen (Netscpae, Yahoo, Lycos oder Explorer) die entsprechenden Adressen. Für den Einstieg eignet sich besonders die Übersicht der Internet Public Library.[11] In Tabelle 1 sind diejenigen Texte und Internet-Adressen aufgeführt, die sich mit den im folgenden vorzustellenden gängigsten Standards befassen und für diesen Beitrag benutzt wurden.

     Bibliographisch wurde die Fragestellung von drei Seiten aus angegangen: Zum einen wurde die sich spezifisch mit dem Internet befassende, zum anderen die sich auf die Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens beziehende Literatur herangezogen. Und schließlich galt es, die Einführungen in die Geschichtswissenschaft zu konsultieren. Letztere entpuppten sich dabei als weitgehend unbrauchbar: Die gängigsten "Klassiker" von Ahasver von Brandt und Ernst Opgenoorth thematisieren die Problematik "Internet" gar nicht oder nur am Rande.[12] Und im Tutorium von Peter Burschel fehlen bei den Publikationsformen leider Hinweise auf elektronische Veröffentlichungen.[13]

     Dieser Beitrag befaßt sich mit der Problematik aus der Sicht des Historikers und beschäftigt sich in

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erster Linie mit methodischen Fragen. Die Beschreibung der relevanten technischen Details beschränkt sich bewußt auf das im jeweiligen Zusammenhang Nötige. Gegenstand der Erörterung sind ausschließlich online verfügbare Quellen. Elektronische Medien auf "materieller" Basis, wie zum Beispiel CD-ROMs, werden nicht behandelt. Die Zitier-Regeln für diese Medien, die im Gegensatz zu online verfügbaren Quellen keine grundlegenden Probleme aufwerfen, sind ebenfalls in den angegebenen Veröffentlichungen zu finden und können dort nachgeschlagen werden. Diese Einschränkung ist erforderlich, um den Rahmen dieses Beitrages nicht zu sprengen. Die Konzentration erfolgt auf die Internet-Inhalte und Zugriffsarten mit der breitesten Nutzung.

     Zunächst erscheint eine kurze Rückbesinnung auf die Erfordernisse des wissenschaftlichen Nachweises als solchen geboten, um die für Nachweise elektronischer Quellen (fortan als "virtuelle Nachweise" bezeichnet) gebotenen Anforderungen zu umreißen.[14] Bevor die Untiefen und Probleme des "virtuellen Nachweises" thematisiert werden, soll eine Übersicht über die bestehenden Zitier-Standards gegeben werden. Dabei sollen nicht so sehr die Unterschiede deutlich werden, sondern vielmehr die Gemeinsamkeiten helfen, die für Nachweise aus dem Internet nötigen Bestandteile in allgemeiner Form zu definieren. In den Schlußfolgerungen wird versucht, den Stand der Dinge zusammenzufassen und einige praktikable Empfehlungen zu geben, wobei der gesamte Beitrag angesichts der Schnellebigkeit des Mediums "Internet" keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Ziel des Beitrages ist es, die Problematik zu verdeutlichen, für die Anwendung der bestehenden Zitier-Regeln zu werben und allgemeine Vorschläge für den Umgang mit Nachweisen aus dem Internet zu unterbreiten.

 

 

II. Zur Problematik des Zitierens aus dem Internet

 

1. Notwendigkeit und Vorbild des wissenschaftlichen Nachweises

 

Der Nutzen einer Quelle ist von deren Verwertbarkeit abhängig. Die Verwertbarkeit einer Quelle wiederum wird durch Notwendigkeit und Möglichkeit des Nachweises bestimmt. Der Nutzen steht also in direktem Zusammenhang mit der Zitierfähigkeit. Die Bezeichnung "Quelle" wird im folgenden im allgemeinen Sinne gebraucht und meint einen "virtuellen Text" ohne die Unterschiede in der historischen Begrifflichkeit von Primär- und Sekundärquelle, Überrest sowie Primär- und Sekundärliteratur zu spezifizieren, deren Anwendbarkeit in diesem Zusammenhang zweifelhaft ist.[15]

     Dabei geht es hier nicht um die Frage weshalb man zitiert,[16] sondern wie man zitiert. Grundsätzlich gilt, dass an die Zitier-Standards für elektronische Publikationen die gleichen Kriterien und Anforderungen gestellt werden müssen, wie an die herkömmlichen Zitier-Regeln: Es darf keine Abstufungen in der Qualität des wissenschaftlichen Nachweises geben. An den Erfordernissen des Nachweises wird deutlich werden, was die bisherigen Standards nicht leisten können und weshalb.

     Besonders im Hinblick auf den "virtuellen Nachweis" können auf den Inhalt bezogene und formelle

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Anforderungen an einen Nachweis unterschieden werden. Auf den Inhalt bezogene Anforderungen sind Beständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit. Formelle Anforderungen sind Vollständigkeit, Zutreffenheit und Wiederholbarkeit.[17] Der gegebene wissenschaftliche Nachweis soll es dem Leser ermöglichen, jederzeit und mit Sicherheit selbst die vom Verfasser benutzten Quellen und Schriften (einschließlich der genauen Fundstellen innerhalb eines Dokumentes oder Textes) zu finden und einzusehen, damit die Argumentation des Verfassers nachvollzogen und auf ihre Richtigkeit übergeprüft werden kann: Das Zitat muß also eindeutig zuzuordnen sein.[18] Beständigkeit meint in diesem Zusammenhang, dass vom Leser  derselbe Text herangezogen werden kann, der vom Verfasser benutzt worden ist. Die Angaben des Nachweises müssen deshalb unbedingt zutreffend und vollständig sein.

     Ein umstrittener Sonderfall sind "Zitate aus zweiter Hand", bei denen bibliographische Angaben oder Zitate und deren Nachweise unter Angabe des Verfassers von Dritten übernommen werden, ohne deren Richtigkeit selbst nachzuprüfen. Bei äußerst entlegenen Schriften mag dies ausnahmsweise erlaubt sein. Es gilt jedoch, ausdrücklich darauf hinzuweisen. In jedem Fall verläßt sich der aus zweiter Hand Zitierende auf die Redlichkeit des Mittlers und die Richtigkeit der Angaben.[19] Zitate aus dem Internet sind in keinem Fall aus zweiter Hand zitierbar, wie noch zu zeigen sein wird.

     Für das Zitieren und den korrekten Nachweis ist ferner der Ursprung einer "Quelle" von Bedeutung.[20] Das Internet kennt verschiedene Zugriffsarten auf Internet-Seiten, die jeweils einem unterschiedlichen Ursprung entsprechen und in der Regel auch unterschiedlichen Anbietern zuzuordnen sind. Die Angaben über den Ursprung und damit die Lokalisierung sind Bestandteil der Internet-Adresse. Die bestehenden Standards für Nachweise aus dem Internet benutzen für die einzelnen Zugriffsarten unterschiedliche Nachweisformen und geben für diese jeweils Musterbeispiele an.

     Bereits jetzt kann festgehalten werden, dass für Nachweise aus dem Internet gilt: Je genauer und umfangreicher die Angaben sind, desto sicherer (wahrscheinlicher) lassen sich die zitierten Seiten wieder aufrufen. Grundsätzlich gilt Kate Turabians Feststellung, "Citation of electronic documents can follow the same general form as citations of printed materials".[21] Darüber hinaus treten zu den für gedruckte Veröffentlichungen in herkömmlicher Form erforderlichen bibliographischen Angaben  spezifische für elektronische Publikationen hinzu.[22]

 

2. Zitier-Standards für elektronische Medien

 

Einen einheitlichen Standard, der sich internationaler Anwendung erfreuen könnte, gibt es (noch) nicht. Es lassen sich zwei grundlegende Standards aufführen, auf denen die einzelnen Citation Style Guides verschiedener Autoren und Universitäten aufbauen:

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     1. Der MLA-Standard, The Modern Language Association of America

     2. Der APA-Standard, American Psychological Association[23]

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Für den Einstieg und um die unübersichtlichen Empfehlungen einzelner Autoren oder Institutionen zu bewältigen sind folgende Einführungen und Handbücher nützlich und empfehlenswert:

     3. The Columbian Guide to Online Style

          (Janice Walker und Todd Taylor, Columbia University New York)

     4. Citing Electronic Information in History Papers

          (Maurice Crouse, History Department University of Memphis)

     5. A Brief Citation Guide for Internet Sources in History and the Humanities

          (Melvin Page, History Department, University of Natal at Durban).

     6. Electronic Styles: A Handbook for Citing Electronic Information

          (Xia Li/Nancy Crane, Library of the University of Vermont).

 

Von Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen naturwissenschaftlicher (scientific: APA-Standard) und geisteswissenschaftlicher (history and the humanities: MLA-Standard) Zitierweise. Der APA-Standard ist vergleichbar mit dem "Autor-Jahr-System", das im deutschsprachigen Raum auch in den Sozialwissenschaften Anwendung findet. Einen guten Überblick über die Entwicklung bietet die Einleitung von Maurice Crouse.[24] Xia Li und Nancy Crane setzten sich in der ersten Auflage ihrer Pionierarbeit für Zitier-Regeln auf der Basis des APA-Standard ein. In die zweite und erheblich überarbeitete Auflage haben Li und Crane auch den MLA-Standard aufgenommen und machen auf den Entwurf der International Organization for Standardization mit dem Titel "Information and Documentation - Bibliographic References - Electronic Documents or Parts Thereof" des Technical Committee 46, Subcommittee 9, aufmerksam.[25] Der Standard ISO 690-2 definiert zwar Grundlagen und Anforderungen, ist aber als Handreichung für den Nutzer ist ISO 690-2 zur unmittelbaren Anwendung ungeeignet.[26]

     Der immer wieder genannte und besonders für Historiker empfohlene amerikanische Klassiker von Kate Turabian (Turabian Style) ist lediglich in Buchform verfügbar und im Hinblick auf elektronische Quellen bereits überholt.[27] Die Citation Guides von  Melvin Page und Maurice Crouse versuchen, den Turabian Style für elektronische Medien fortzuentwicklen. Äußerst knapp und zuweilen oberflächlich ist die Einleitung von Sonja Kreiner und Ursula Durrer von der Universität Zürich.[28] Ein übersichtliche Internet-Seite bietet hingegen Josie Tong von der University of Alberta, Canada.[29] Bisher hat der Columbian Guide to Online Style von Janice Walker und Todd Taylor, unter anderem durch Andrew Harnack und Gene Kleppinger, eine weiter reichende Verbreitung erfahren.[30] Walker und Taylor unterscheiden ebenfalls in scientific und humanities style und geben die entsprechenden Beispiele. Die aufgezeigte Vielfalt, die dennoch nur einen kleinen Ausschnitt abdeckt, macht jeden Versuch, einen weiteren Standard zu formulieren und durchzusetzen, überflüssig.[31]

     Die Unübersichtlichkeit ergibt sich zwangsläufig aus der Tatsache, dass es für elektronische Quellen im Internet verschiedene Ursprünge und Zugriffsarten gibt: Führt man zum Beispiel für die vier gängigsten Zugriffsarten über World Wide Web (WWW), File Transfer Protocol (FTP), Gopher und Telnet die für die unterschiedlichen Publikationsformen, also Monographien, Zeitschriftenartikel, Aufsätze oder Beiträge in Sammelbänden und Zeitungsartikel, auf und schließt man elektronische Post (e-mail), Usenet News und

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Newsgroup-Nachrichten mit ein, so kommt man schon auf zwanzig verschiedene Zitier-Muster, die sich auf vierzig verdoppeln, wenn man jeweils ein konkretes Beispiel aufführt. Vielversprechender und vor allem praktikabler erscheint deshalb die Zusammenfassung der grundlegenden Gemeinsamkeiten, die geeignet sind, eine Richtschnur für eine allgemeine Anwendbarkeit zu geben (siehe hierzu die Übersicht 1).

     Die verfügbaren Inhalte der Internet-Seiten werden als Hypertexte bezeichnet und sind im World Wide Web (WWW) in der Seitenbeschreibungssprache HTML (Hypertext Markup Language) eingestellt. Für die Übertragung werden Transferprotokolle benutzt (HTTP: Hypertext Transfer Protocol oder FTP: File Transfer Protocol). Walker und Taylor sprechen sich für die Adaption an den jeweils fachspezifischen Usus aus, sofern die Grundregeln eingehalten werden.[32]

 

Übersicht 1: Anforderungen und notwendige Bestandteile eines "virtuellen Nachweises"

 

 

1. Anforderungen

     Inhaltliche Anforderungen:

          Beständigkeit, Nachvollziehbarkeit, Nachprüfbarkeit

 

     Formelle Anforderungen:

          Vollständigkeit, Zutreffendheit, Wiederholbarkeit

 

2. Ursprünge elektronischer (virtueller) Quellen und Protokollangabe für die URL [33]

 

WWW (World Wide Web)

Protokoll: http://

Ftp (File Transfer Protocol)

Protokoll: ftp://

Gopher

Potokoll: gopher://

[Telnet[34]

Protokoll: telnet://]

 

3. Notwendige Bestandteile eines "virtuellen Nachweises" [35]

     - Verfasser: Name und Vorname

          [falls keine Angabe:]

          - Titelzeile der Hypertextseite

          - Institution oder Organisation

          - Name und Vorname des Compilers [mit dem Zusatz: Comp./zgst.]

          - Name und Vorname des Web Masters [mit dem Zusatz: Maint.]

     - Titel des Textes oder Dokumentes

     - Herausgeber eines übergeordneten Werkes: Name und Vorname

     - Titel des übergeordneten Werkes

     oder

     - Name der Zeitschrift mit Angaben zu Jahrgang, Jahr, Heftnummer

     - Angaben zum Datum

          - Erstellungsdatum

          - File-Nummer oder Version

          - Edition oder Revision und Datum der letzten Änderung [update]

     - Uniform Resource Locator [URL-Adresse]

          - Art und Ursprung der Quelle [Protokollart]

          - Rechneradresse des Anbieters [Server mit Domain-Extension oder Länderkennung][36]

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          - Pfadname

          - Dateiname

     - Datum des Zugriffs durch den Nutzer

 

     Weitere mögliche Quellen für Texte aus dem Internet sind elektronische Post (electronic mail oder kurz e-mail), Usenet oder Newsgroup News (vergleichbar einem "Schwarzen Brett"), die keine URL haben, sofern sie nicht archiviert worden sind. Für e-mails existieren ebenfalls eigene Citation Styles. Im Gegensatz zu Textseiten und Dokumenten erscheint die Notwendigkeit von Zitaten aus e-mails für den Historiker nicht besonders vordringlich zu sein: Bis e-mails als Ersatz für die bisherige Briefform zum Beispiel in Nachlässen herangezogen werden müssen, wird noch einige Zeit vergehen. Eine Archivierung wäre ein erster Schritt der Aufbereitung. Ungleich gewichtiger dürfte die Möglichkeit der Manipulation und der Falsifikation sein: Die Identität des Absenders einer e-mail ist nicht sicher erkennbar und vielfach werden für e-mail-Adressen Pseudonyme verwendet. Und die Ergebnisse wissenschaftlicher Diskussion bedürfen nach wie vor der Veröffentlichung. Crouse vertritt die Auffassung: "[...] there is no such category as unpublished material. Everything that is available online is published in some sense".[37] Diese Feststellung ist zweifelsohne richtig. Entscheidend für die wissenschaftliche Verwertbarkeit  ist aber Form und Art der Veröffentlichung.

     Die Begrifflichkeit im Hinblick auf die Angabe "available" (AVL) ist leider uneinheitlich: AVL wird zum einen als Alternative für eine fehlende URL verwendet,[38] kann aber auch in der Kombination AVL: URL: meinen, dass eine Internet-Seite längerfristig verfügbar ("archiviert") ist. Sollte kein Verfassername, der auch erst am Ende des Textes angegeben sein kann, angegeben sein, stellt sich zunächst die methodische Frage der Zitierfähgigkeit. Einen Ausweg eröffnet die Angabe der Titelzeile des Hypertextes, die beim Ausdruck automatisch oben links vermerkt ist.[39] Sollte keine Datumsangabe zu finden sein, ist im Nachweis "kein Datum" oder "no date" anzugeben. Für sich stehende Veröffentlichungen, wie auch die meisten Internet-Seiten, werden in der Regel wie Monographien behandelt. Zum Teil ist es üblich, den Suchpfad anzugeben, der zum Auffinden einer bestimmten Seite im Internet geführt hat. In den bibliographischen Angaben wird der Hinweis [Pfad] oder [path] angegeben. Wichtiger als die Wegbeschreibung ist dennoch immer die genaue URL-Adresse.[40]

     Walker und Taylor verweisen auf einige weitere wichtige Grundregeln: Manche Seiten geben keinen Verfasser oder Herausgeber, sondern lediglich den Namen desjenigen an, der die Zusammenstellung der Seite besorgt hat. Der Name sollte den bibliographischen Zusatz (Comp.) Für "compiler" erhalten.[41] Im Deutschen könnte die Abkürzung (zgst.) für "zusammengestellt von" benutzt werden. Möglich ist auch die Angabe des Web Masters mit dem Zusatz (Maint.) für "maintainer". Titel von Monographien oder Sammelbänden, Zeitschriften oder auch Online-Datenbanken und CD-ROMs sollten um der besseren Unterscheidbarkeit willen kursiv, Aufsätze, Teile von Gesamtwerken oder Beiträge in Anführungszeichen gesetzt werden. Unterstreichungen sind in allen bibliographischen Angaben grundsätzlich zu vermeiden: Unterstreichungen in Hypertexten markieren in der Regel die Möglichkeit der Verknüpfung (Link) zu einer

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anderen Seite.[42] Inhalte von Internet-Seiten, die eine in sich geschlossene Einheit darstellen, können als Monographie behandelt werden.

Die Vereinfachung der in Tabelle 2 aufgelisteten Zitier-Muster und Beispiele wird durch die Beschränkung auf die wichtigsten Zugriffsarten WWW, FTP und Gopher und die Zusammenführung über die Adresse des Uniform Resource Locator (URL) möglich, die sich als Quasi-Standard für den Zugriff  etabliert hat und die den Kern der zusätzlichen bibliographischen Angaben für Nachweise aus dem Internet darstellt. Maurice Crouse bezeichnet die URL-Adresse deshalb als "lingua franca" des World Wide Web.[43] Der schematische Aufbau einer URL-Adresse läßt sich wie folgt darstellen (zwischen den spitzen Klammern  die Groß- und Kleinschreibung beachten):

URL: <Protokollart://Serveradresse/Pfadname/Dateiname>Die Zitier-Muster und Beispiele beschränken sich außerdem auf die vier gängigsten Nachweise: erstens Monographien, Sammelbände oder für sich stehende Veröffentlichungen, zweitens Aufsätze oder Beiträge in Sammelbänden, drittens Aufsätze oder Artikel in Zeitschriften und viertens Artikel oder Beiträge in Zeitungen. Die Zitier-Muster enthalten in eckigen Klammern mögliche Alternativen. Die Reihenfolge, die Interpunktion und die gesetzten runden und eckigen Klammern in den Zitier-Mustern sind strengeren Regeln verpflichtet als Walker und Taylor, erscheinen aber wegen der gewonnenen Klarheit und der besseren Unterscheidbarkeit als gerechtfertigt. Im Deutschen ist die vorangestellte Angabe "online unter URL" hilfreich. Die URL-Adresse selbst sollte immer mit einer neuen Zeile beginnen, um Trennungen möglichst zu vermeiden, und stets in spitze Klammern gesetzt sein. Der Nachweis in Fuß- oder Endnoten sollte nach dem Datum des Zugriffs mit einem Punktals Satzzeichen abgeschlossen werden.

     Auf der Grundlage des MLA-Standards nach Walker und Taylor - Columbia Guide to Online Style und unter Verwendung der URL als "lingua franca" nach Maurice Crouse ergeben sich für die Zugriffsarten WWW, FTP und Gopher folgende vereinfachten Zitier-Muster: [44]

 

Tabelle 2: Zitier-Muster und Beispiele

(auf der Grundlage des MLA-Standards nach Walker/Taylor - Columbia Guide to Online Style und unter Verwendung der URL als "lingua franca" nach Maurice Crouse)

 

 

1. Monographien, Sammelbände oder einzelne Veröffentlichungen

 

Muster:

Nachname, Vorname [des Verfassers, Herausgebers (Hrsg.), Compilers (Comp.), Web Masters (Maint.), falls keine Angabe: Titelzeile der Hypertextseite, Name der  Institution oder Organisation], Titel des Werkes, Textes oder Dokumentes (Erstellungsdatum, File-Nummer oder Version, Datum der Edition oder letzten Änderung), online unter URL:

<Protokollart://Servername/Pfadname/Dateiname> (Datum des Zugriffs durch den Nutzer).

Beispiel:

PAGE, Melvin E., A Brief Citation Guide for Internet Sources in History and the Humanities (Version 2.1, 20.02.1996), online unter URL:

<http://www.h-net.msu.edu/~africa/Citation.html> (19.02.2000).

 

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2. Aufsätze oder Beiträge in Sammelbänden (Teile eines übergeordneten Werkes)

 

Muster:

Nachname, Vorname [des Verfassers, falls keine Angabe: Titelzeile der Hypertextseite], "Titel des Aufsatzes oder Beitrages", in: Nachname, Vorname [des Herausgebers (Hrsg.), Compilers (Comp.), Web Masters (Maint.), falls keine Angabe: Titelzeile der Hypertextseite, Name der  Institution oder Organisation], Titel des übergeordneten Werkes, Textes oder Dokumentes (Erstellungsdatum, File-Nummer oder Version, Datum der Edition oder letzten Änderung), online unter URL:

<Protokollart://Servername/Pfadname/Dateiname> (Datum des Zugriffs durch den Nutzer).

Beispiel:

HARNACK, Andrew/KLEPPINGER, Eugene, "Style Sheet: Citing the Sites: MLA-Style Guidelines and Models for Documenting Internet Sources" (Version 1.3), in: HARNACK, Andrew/ KLEPPINGER, Eugene, Beyond the MLA Handbook: Documenting Electronic Sources on the Internet (01.03.1996, last revision 10.06.1996), online unter URL:

<http://english.ttu.edu/kairos/1.2/inbox/mla_archive.html> (12.03.2000).

 

3. Aufsätze oder Artikel in Zeitschriften

 

Muster:

Nachname, Vorname [des Verfassers, falls keine Angabe: Titelzeile der Hypertextseite], "Titel des Aufsatzes oder Artikels", in: Name der Zeitschrift [wenn möglich:] Jahrgang (Jahr) Heftnummer (Erstellungsdatum, File-Nummer oder Version, Datum der Edition oder letzten Änderung), online unter URL:

<Protokollart://Servername/Pfadname/Dateiname> (Datum des Zugriffs durch den Nutzer).

Beispiel:

WEISSER, Christian R./WALKER, Janice R., "Electronic Theses and Dissertations: Digitizing Scholarship for Ist Own Sake", in: Journal of Electronic Publishing Vol. 3 (1997) Issue 2, oline unter URL:

<http://www.press.umich.edu/jep/03-02/etd.html> (12.03.2000).

 

4. Artikel oder Beiträge in Zeitungen

 

Muster:

Nachname, Vorname [des Verfassers, falls keine Angabe: Titelzeile der Hypertextseite], "Titel des Artikels oder Beitrages", in: Name der Zeitung [wenn möglich:] Jahrgang (Jahr) Heftnummer (Erstellungsdatum, File-Nummer oder Version, Datum der Edition oder letzten Änderung), online unter URL:

<Protokollart://Servername/Pfadname/Dateiname> [falls erforderlich: Pfad angeben] (Datum des Zugriffs durch den Nutzer).

Beispiel:

BLAIS, Ellen, "O Brave New Net!", in: Computer Mediated Communication Magazine Vol . 3 (1996) Issue 8 (01.08.1996), online unter URL: <http://www.december.com/cmc/mag/1996/aug/last.html> (12.03.2000).

 

 

3. Probleme des Zitierens aus dem Internet

 

Die größten Probleme bei Nachweisen aus dem Internet ergeben sich aus den Anforderungen der Beständigkeit und der Wiederholbarkeit. Ursächlich dafür sind die charakteristischen und konstitutiven Merkmale des Internet: Schnellebigkeit und Veränderbarkeit. Darüber hinaus ist der Inhalt des Internet nur

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begrenzt lokalisierbar. Das Internet als Medium läßt sich schwer fassen, es ist ständig im Flusse. Schließlich erschwert die Immaterialität des Internets, die eigentlich sogar als eine Frage der Schriftlichkeit angesehen werden kann, die wissenschaftliche Verwendbarkeit. Alle drei Aspekte beeinträchtigen die wissenschaftliche Qualität des "virtuellen Nachweises" erheblich und können in letzter Konsequenz zu dessen Entwertung führen. Faßt man die auftretenden Probleme in einer Übersicht zusammen, ergibt sich folgendes Bild:

 

Übersicht 2: Problemfelder bei Nachweisen aus dem Internet

 

1. Beständigkeit der Inhalte

      Schnellebigkeit und Redundanz des Mediums

      Lebensdauer der Informationen

      Ständige Aktualisierung als Folge der einfachen Veränderbarkeit

 

2. Wiederholbarkeit des Zugriffs

      Wiederholung des Zugriffs nicht gesichert

      Verifikation des Nachweises nicht gewährleistet

      Veränderung der Adressen und Links

 

3. Immaterialität der Inhalte

      "Virtuelle Schriftlichkeit"

      Fehlende Seitenzahlen

      Falsifikate kaum erkennbar

 

Die einfache technische Möglichkeit und der (kommerzielle) Zwang zu ständiger Aktualisierung lassen die Lebensdauer von Informationen im Internet rasant sinken. Damit ist die Möglichkeit, denselben Text heranzuziehen, den der Verfasser benutzt hat, bei Texten aus dem Internet nur eingeschränkt gegeben. Die als Ausweg empfohlenen bibliographischen Zeitangaben helfen nur bedingt weiter: Das Datum der Ur-Version oder Ur-Fassung ist selten angegeben. In der Regel ist das Datum der letzten Änderung (update), mithin also der aktuellen Fassung zu finden. Oft wird die neuerliche Datumsangabe bei der Überarbeitung jedoch vergessen. Auch das Datum der Einsichtnahme darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die vorangegangenen Fassungen nicht mehr aufzurufen und einzusehen sind, da diese aus Platzgründen und Schonung der Rechner- und Server-Kapazitäten selten archiviert werden. Das Ausmaß der Änderungen, die bei einer Aktualisierung vorgenommen werden, ist für den Nutzer überhaupt nicht erkennbar.[45] Mit der Aktualisierung der Inhalte kann eine Veränderung der Adressen einhergehen, die nach kürzester Zeit den direkten Zugriff unmöglich macht. Die fast exponentielle Setzen von "Links" produziert in derselben Zeitspanne eine ebenso große Anzahl von Sackgassen. Die Verbreitung von Texten im Internet erfolgt ebenso unsystematisch wie unkontrolliert. Unterschiedliche Fassungen eines Textes potenzieren die Möglichkeiten. Der Nutzer bleibt bei verschiedenen Fundstellen  im Unklaren darüber, welches die letzte Fassung ist. Auch die Auflistung der vorangehenden Fassungen oder Versionen läßt den Nutzer im

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Unklaren darüber, ob er tatsächlich die neueste Fassung auf dem Bildschirm hat. Es wird deutlich, dass sich das Internet somit auch durch ein hohes Maß an Redundanz auszeichnet. Erfahrbar wird dies, wenn man die bei der Suche über eine Suchmaschine aufgelisteten Treffer und Fundstellen (matches) abklappert: Spätestens nach dreißig bis fünfzig Links bewegt sich der Nutzer im Kreise.

     Im schlimmsten Falle ist das Aufrufen eines Textes deshalb nicht mehr möglich, weil die Seite gar nicht mehr eingestellt oder vorsätzlich von Dritten gelöscht worden ist. Es wird deutlich, dass die Archivierung im Internet bestenfalls in den Kinderschuhen steckt. Frank Piller kommt in diesem Zusammenhang zu einer sehr optimistischen Einschätzung: "Dies kann im Einzelfall zur Insuffizienz einer elektronischen Quelle als wissenschaftlich korrekter Verweis führen. Diese Problematik dürfte sich aber im Zeitablauf mit zunehmender Vernetzung entschärfen".[46] Die fortschreitende Vernetzung kann aber genausogut das Problem verschärfen. Ist der korrekte wissenschaftliche Nachweis eines Zitates nicht gewährleistet, entstehen auch urheberrechtliche Probleme. Plagiate sind nicht nur denkbar einfach zu tätigen, sondern sie sind auch äußerst schwierig nachzuweisen, ganz abgesehen davon, dass durch die Veröffentlichung unrezensierter Beiträge die qualitätssichernde Funktion der Verlage außer Kraft gesetzt wird. Umso wichtiger ist "kritisches Lesen und Hinterfragen".[47]

     Auch die Angaben der Internet-Adressen selbst sind nicht frei von Gefahren: Die URL sind aus zahlreichen Komponenten zusammengesetzt, die jede für sich ein Änderung erfahren können. Jede Änderung kann aber den wiederholten Zugriff unmöglich machen. Vorsicht ist bei den Datumsangaben geboten. Besteht die Zeitangabe lediglich aus Zahlen, wie es der Kürze und Einfachheit wegen fast ausschließlich der Fall ist, müssen anglo-amerikanische (Monat/Tag/Jahr) und kontinental-europäische (Tag/Monat/Jahr) Zählweise beachtet werden. Die URL sollte stets in spitze Klammern < > gesetzt werden, um Beginn und Ende der Adresse einwandfrei ausmachen zu können. URL-Angabe dürfen trotz ihrer Länge nicht getrennt werden, da der Trennstrich oder ein Leerzeichen als Bestandteil der Adresse mißverstanden werden könnten.[48][48] Eine URL sollte deshalb immer auf einer neuen Zeile beginnen. Tippfehler in URL-Adressen sind fatal: Es ist deshalb besondere Sorgfalt auf die Richtigkeit der Angaben zu legen. Sonja Kreiner und Ursula Durrer stellen die Frage, ob der Autor einer Internet-Seite über die Verwendung und das Zitieren des Inhalts per e-mail informiert werden sollte. Schon die Fülle der zu erwartenden e-mails, die von den Autoren selbst zugegeben wird, läßt diese Frage als unpraktikabel ausscheiden.[49] Sollte ersichtlich sein, dass der Inhalt einer Internet-Seite auf eine gedruckte Publikation zurückzuführen ist, so ist in jedem Fall diese zu konsultieren und zu zitieren. Auf der entsprechenden Seite müssen die Anbieter ihrerseits den Nachweis für das gedruckte Werk erbringen. Ernsthafter ist das Problem, dass in vielen Fällen das Hauptelement des bibliographischen Nachweises gar nicht angegeben ist: der Name des Verfassers. Als Alternative (und in ihrer Ersatzfunktion unerläßlich) bietet sich die Angabe entweder der Organisation oder Institution, die die Seite anbietet, oder der Hypertextzeile, die bei jedem Ausdruck oben links angegeben wird, oder aber des Compilers oder Web Masters an.[50]

     Das Phänomen der "virtuellen Schriftlichkeit" besteht in der nicht unmittelbar faßbaren Existenz des Internet. Die Immaterialität der Internet-Inhalte bereitet vor allem Bibliothekaren und Archivaren bei der

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Erfassung und Katalogisierung elektronischer Quellen nach wie vor große Schwierigkeiten.[51] Insbesondere das Fehlen von Seitenzahlen kompliziert für alle Beteiligten die Nutzung. Die Angaben über Internet-Seiten lassen daher keinen Rückschluß auf den gesamten Umfang eines Textes zu. Der Seitenumbruch erfolgt meistens beim Ausdruck durch den Nutzer. Je nach landesüblichen Papier- und Schriftformaten kann sich aber eine unterschiedliche Anzahl von Seiten für denselben Text ergeben. Die Spezifizierung einer Stelle in einem Text durch eine Seitenangabe ist unmöglich. Derjenige, der einem Verweis auf eine Internet-Seite nachgeht, ist gezwungen, das gesamte Dokument selbst durchzusehen. Die nachgestellte Angabe von Abschnittsüberschriften oder Gliederungspunkten als Teil des Gesamttextes (in Anführungszeichen, um kenntlich zu machen, dass es sich nur um einen Teil der Seite handelt und nachgestellt), die eine Ersatzfunktion für die fehlende Seitenzahl wahrnimmt,  ist zwar nur eine Notlösung, aber unbedingt zu empfehlen. Dieser Beitrag setzt deshalb bewußt manuell eingefügte Seitenzahlen.

     Die zahlreichen Lösungsvorschläge sind unzureichend: Für jede etwa auf Grund der Wortzahl[52] als "Seite" definierte Textmenge ein File zu verwenden, würde für ein Dokument eine Unzahl von (Unter-) Adressen erfordern. Auch das kapitelweise Verpacken in Files hilft nicht weiter, da ein Kapitel sehr lang sein kann und die Vielzahl der nötigen (Unter-) Adressen bestehen bliebe. Länderspezifische Unterschiede in den Papier- und Schriftformaten bleiben weiterhin bestehen. Ein Stilblatt für den Ausdruck von von HTML-Dokumenten würde eine Übereinkunft über einen Formatstandard erfordern, der eine Festlegung auf Papierformat und Schriftgröße einschließen müßte. Aus diesen Gründen ist auch das von Gordon Fletcher und Anita Greenhill vorgeschlagene Verfahren, zunächst die Gesamtseitenzahl zu bestimmen,[53] nicht praktikabel. Die manuelle Numerierung durch Autoren und Anbieter wäre ein erster Schritt.[54] Auf Dauer wird an einer automatischen Numerierung durch die Anbieter kein Weg vorbeiführen.

     Für den Historiker besonders bedeutsam ist die Möglichkeit von Fälschungen im Internet. Falsifikate sind als solche kaum erkennbar. Der eigene Sachverstand kann erst aus dem Zusammenhang einen Anfangsverdacht begründen. Vor allem bei der Nutzung von (halb-) offiziösen und im Rahmen der öffentlichen Präsentation von Regierungsstellen ins Internet gestellten "Regierungsdokumenten" bleibt das Risiko in vollem Umfang bestehen. Das vielfach als Lösung für schwierig zu erbringende Nachweise empfohlene Ausdrucken der Internet-Seite und das Anfügen des Ausdrucks als Anhang[55] genügt in keinem Fall: Auch hier ist eine Nachprüfbarkeit nicht gegeben. Der Leser ist gutgläubig auf die Redlichkeit und Richtigkeit des Ausdruckes angewiesen. Der Manipulation ist und bleibt Tür und Tor geöffnet. Erst die technische Fortentwicklung und die Einführung von Sicherheitsstandards kann hier Abhilfe schaffen: Der Aufbau einer Datenbank für URN (Uniform Resource Name), die jedem Dokument in Verknüpfung mit der URL ähnlich der  ISBN oder ISSN eine Identifikationsnummer zuweist und die Übermittlung weiterer Informationen über die Quelle mittels einer  URC (Uniform Resource Characteristics) sind wichtige Schritte in diese Richtung.[56] Manuel Theisen verweist auf die Einführung des Internationalen Digitalen Objekt Identifizierers

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(DOI), der die drei Elemente Objekt-Identifizierungsnummer, Verlagsnummer und Verzeichnisname umfaßt.[57][57] Weitere Initiativen sind die Text Encoding Initiative (TEI) und das Portable Document Format (PDF).[58]

     Christian Scholz verweist sehr zurecht darauf, dass wissenschaftliche Arbeiten, die im Internet publiziert werden, ihrerseits die Zitier-Regeln anwenden müssen und neben den einzelnen Nachweisen ein Literaturverzeichnis enthalten müssen.[59] Umgekehrt gilt entsprechend: Zitate und Nachweise aus dem Internet müssen in das Literaturverzeichnis aufgenommen werden, am besten in einer eigenen Rubrik, etwa unter "Internet" oder "elektronische Publikationen" ähnlich der Unterscheidung von Aufsätzen und Monographien.[60] Werden Quellen oder Dokumente benutzt, die nur im Internet verfügbar sind, so ist im Quellenverzeichnis nach den Rubriken "unveröffentlichte Quellen" und "gedruckte Quellen" ein Abschnitt "Dokumente aus dem Internet" anzufügen. Die Zitierfähigkeit von e-mails, Usenet  und Newsgroup-Nachrichten bleibt zweifelhaft: Sie sind mit unveröffentlichten Diskussionspapieren oder Korrespondenz zu vergleichen. [61] Auch das Verweisen auf Verknüpfungen (Links) im Internet kann nicht als ausreichender Nachweis gelten.[62] Ein solcher Verweis ist wie ein Zitat aus zweiter Hand und mit den entsprechenden Fallstricken versehen. Eine Überprüfung, die zugleich die nötigen Angaben erbringt, ist deshalb erforderlich.

 

III. Schlußfolgerungen und Ausblick

 

Die Ausführungen haben gezeigt, dass mit den bestehenden Standards keine Lösung der aufgezeigten Probleme gefunden worden ist. Die Gründe sind vielfältig,  aber überwiegend in der amorphen Form des  Mediums "Internet" zu suchen. Die Schlußfolgerungen richten sich folglich an Nutzer und Anbieter gleichermaßen: Die Nutzer sollten sich die umrissene Problematik vergegenwärtigen und die Regeln für Zitate und Nachweise aus dem Internet anwenden. Besonders geeignet erscheinen die auf dem MLA-Standard basierenden Zitier-Regeln des Columbian Guide to Online Style von Janice Walker und Todd Taylor in Verbindung mit der von Maurice Crouse vorgeschlagenen einheitlichen Anwendung der URL-Adresse als "lingua franca".

     Auf die Verantwortung und Seriösität der Anbieter hebt Manfred Kammer ab: Die Verifikationsmöglichkeiten steigen, wenn sich die Anbieter selbstgesetzten Regeln verpflichten.[63] In diesem Zusammenhang ist der Schlußfolgerung von Uwe Hoppe und Jochen Kuhl zuzustimmen: "Von Verlagen, Bibliotheken und etablierten Forschungseinrichtungen können Sie erwarten, dass die Quellen eine gewisse Qualität haben und systematisch archiviert werden".[64] Und Gersmann betont die Notwendigkeit einer "stärkeren Institutionalisierung und Professionalisierung des wissenschaftlichen

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Tabelle 3: Empfehlungen für das Zitieren Nachweise aus dem Internet

 

1. Es besteht kein Bedarf an neuen Standards. Die Einführung weiterer und vielfach nur institutionen-bezogener Zitier-Empfehlungen, wie sie an den Universitäten in den USA erfolgt, ist nicht sinnvoll. Vielversprechender erscheint eine Verbesserung, Vereinheitlichung  und Verbreitung bestehender Zitier-Regeln auf der Basis des MLA-Standards.

 

2. Die Anbieter von Internet-Seiten sollten angehalten werden, sich ihrerseits auf verbindliche Standards bei der Erstellung der Seiten zu einigen. Dabei ist die Fortentwicklung und Einführung der URN (Uniform Resource Name) und URC (Uniform Resource Characteristics) besonders wünschenswert. Die Paginierung der Internet-Inhalte in naher Zukunft  ist unerläßlich.

 

3. Internet-Inhalte, die ausschließlich in elektronischer Form publiziert wurden, sind uneingeschränkt zitierfähig. Es ist jedoch  ratsam, auf die Seriösität der Anbieter der jeweiligen Seite zu achten.[65] Internet-Inhalte, die in gedruckter Form vorliegen, sollten keine Verwendung finden: In diesem Fall ist es unerläßlich, das in herkömmlicher Form veröffentlichte Werk zu konsultieren.

 

4. Grundsätzlich sollten keine Zitate "aus zweiter Hand" aus dem Internet verwendet werden. Die angegebenen Adressen sollten vor der Verwendung selbst aufgerufen und überprüft werden. Je genauer und umfangreicher die Angaben eines erbrachten "virtuellen Nachweises" sind, desto sicherer (wahrscheinlicher) lassen sich die zitierten Seiten im Netz wieder aufrufen.[66]

 

5. Bei den Angaben einer Internet-Adresse sollte im eigenen Interesse besondere Sorgfalt obwalten: Internet-Adressen sollten immer in spitzen Klammern < > aufgeführt werden. Tippfehler und Zeilenumbrüche sind unter allen Umständen zu vermeiden[67]: am besten für die Adresse stets mit einer neuen Zeile beginnen.

 

6. Nach den bibliographischen Angaben in herkömmlicher Form sollte vor der Internet-Adresse im Deutschen "online unter URL:", im Englischen "available URL:" eingefügt werden. Der Zusatz AVL: URL: bedeutet, dass die Internet-Seite (vorläufig) archiviert ist.

 

7. Benutzte Inhalte aus dem Internet müssen in Literaturverzeichnisse aufgenommen und unter einer eigenen Rubrik "Internet" oder "elektronische Publikationen" aufgeführt werden. Gleiches gilt für "Quellen" in der engeren historischen Begrifflichkeit: In Quellenverzeichnisse ist eine Rubrik "Dokumente aus dem Internet" aufzunehmen.

 

8. Wissenschaftliche Arbeiten, die im Internet publiziert werden, müssen ihrerseits die Zitier-Regeln anwenden und neben den einzelnen Nachweisen ein Literaturverzeichnis enthalten.

 

9. Nicht zitierfähig sind e-mails, Usenet  und Newsgroup-Nachrichten, die als unveröffentlichte Diskussions-papiere oder Korrespondenz auch nach herkömmlichen Regeln nicht verwertbar sind. Das Verweisen auf Links kann ebenfalls nicht als ausreichender Nachweis angesehen werden.

 

10. Auch Inhalte aus dem Internet bedürfen der Quellenkritik. Vor allem Seriösität des Anbieters und Wissenschaftlichkeit der Inhalte müssen hinterfragt werden. Die Notwendigkeit der Nutzung muß begründet  und die Möglichkeit der Fälschung stets bedacht werden.

 

 

 

WWW-Angebotes".[68] Von großer Bedeutung ist es, ein Problembewußtsein dafür zu schaffen, dass sich die Anarchie im Internet zumindest bisher den strengen Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten widersetzt. Vor allem universitäre Einführungsveranstaltungen sollten sich der Problematik annehmen. Der zugegeben kritische Grundton dieses Beitrages will dabei aber nicht die sich eröffnenden Chancen, insbesondere die multimediale Unterstützung in Studium, Forschung und Lehre, verneinen. Insbesondere

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die Möglichkeiten der Kommunikation können erfolgreich eingesetzt werden, wie Stuart Jenks in seiner Beschreibung eines "vernetzten Proseminars" feststellt: "Ob das Netz als Ganzes unseriös ist, steht bei der Frage nach seiner Nützlichkeit in der akademischen Lehre nicht zur Debatte".[69]

     Unbestritten scheint die Tatsache, dass die technische Revolution der letzten Jahrzehnte die Wissenschaft und das wissenschaftliche Arbeiten auch weiterhin verändern wird. Die "Medienrevolution", ach der Robert Erber fragt, ist eine Herausforderung, der sich auch die Geschichtswissenschaft in naher Zukunft intensiver stellen muß. Das bisherige "Leitmedium Buch" wird mit den neuen Medien zwar nicht in Frage gestellt, erhält aber eine ernst zunehmende Konkurrenz.[70]

     Gersmann verweist auf die gerade erst beginnende Digitalisierung von Materialien, die den Grundstein für zukünftige elektronische Archive bilden sollen. Hiervon sind nicht nur Quellen betroffen, die ex post digitalisiert werden, sondern mit fortschreitender Verbreitung neuer Medien auch genuin elektronische Quellen: "Ob die Archivare wollen oder nicht - um eine Auseinandersetzung mit digitalen Fragen werden sie nicht umhin kommen [...]".[71] Das nötige Vorwissen für die Beurteilung der Qualität von Internet-Inhalten wird für den Nutzer auch zukünftig eine große Herausforderung darstellen. Gersmann beklagt, dass dringend erforderliche und "sonst für Historiker so wichtige und erbarmungslos betriebene Quellenkritik" zu kurz kommt.[72] Wendet man diese Klage zum Positiven, gelangt man zur Aufforderung einer Erneuerung der Quellenkritik.

     Walker und Taylor stellen die Problematik des "virtuellen Nachweises" in einen weiteren, wissenschaftstheoretischen Zusammenhang: "if scholarship is to make a successful transition from print to electronic media, as most believe it will, new standards for ensuring scholarly integrity online must be established. [...] we can begin establishing and promoting standards for the production of conventional academic publications through electronic media, standards that should help support the evemtual development of reliable infrastructures".[73] Sollte der Leser bei der Beschäftigung mit der behandelten Problematik die für diesen Beitrag benutzten und angegebenen Internet-Seiten nicht mehr aufrufen können, weil sie in der Zwischenzeit eine neue Adresse bekommen haben, so möge er dies als Bestätigung der Schlussfolgerungen verstehen. Jeder, der das Internet für sein wissenschaftliches Arbeiten nutzt, kennt die Vorzüge und Nachteile, vor allem aber auch die Frustration und Benommenheit nach vergeblicher Suche im Internet.

     Zum Schluß sei die Frage gestattet: Welche Farbe hat "virtuelle Literatur"? Wie gezeigt sind etliche im Internet verfügbare Angebote  der "grauen Literatur" zuzuordnen. Die Zuordnung erfolgt auf Grund der Beurteilung der konkreten Inhalte und nach denselben Kriterien, die für gedruckte Medien herangezogen werden. Diejenige "virtuelle Literatur", deren Zitation berechtigt ist, bedarf des "virtuellen Nachweises", dessen Anwendung für die Verknüpfung neuer und tradierter Medien von Bedeutung ist. Letzten Endes ist nicht der Zitier-Standard, sondern das amorphe Medium "Internet" der Ausgangspunkt für die Lösung der aufgezeigten und noch immer grundlegenden Schwierigkeiten.

     Die Anarchie im Internet als dessen konstitutives Element hat der Wissenschaft ein methodisches Paradoxon hinterlassen: etwas zitieren zu müssen, was noch nicht oder nur eingeschränkt zitierfähig ist.

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Wenn jedoch die aufgezeigten grundlegenden Prinzipien für das Zitieren und den Nachweis aus dem Internet größere Beachtung und Anwendung fänden, wäre bereits viel gewonnen. In diesem Sinne sind diese Ausführungen als Diskussionsbeitrag zu verstehen.

 


Literatur

 

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(Version 1.0)

Juni 2000

 

Zur Inhaltsübersicht

 

 

 

 

 

 

Thomas Christoph Marx, M.A., Jahrgang 1974, Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte, Magister an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, jetzt Doktorand am Historischen Seminar der Philipps-Universität Marburg.

 

 



Fußnoten

 

[1] Zur Geschichte des Internet statt vieler: MOSCHOVITIS, Christos J., History of the Internet: A Chronology. 1843 to the Present, Santa Barbara/Cal. 1999.

 

 

 

 

 

 

 

[2] Findmittel für Historiker, die einen Zugang zu relevanten Internet-Seiten eröffnen:  DITFURTH, Christian von, Internet für Historiker, 3. Aufl. Frankfurt am Main 1999. GARFIELD, Gary M./McDONOUGH, Suzanne, Dig that Site! Exploring Archaeology, History and Civilization on the Internet, Englewood/Co. 1997. OHRMUND, Andreas/TIEDEMANN, Paul, Internet für Historiker. Eine praxisorientierte Einführung, Darmstadt 1999. SCHRÖDER, Thomas, „Historisch relevante Ressourcen im Internet und WorldWideWeb. Angebot, Bewertung und Ausblick“, in: VfZG 44 (1996) 3, S. 465-477. DERS., „Geschichte im Internet: Möglichkeiten für den Unterricht“, in:  GWU 49 (1998) 1, S. 4-22. TRINKLE, Dennis A., The History Highway. A Guide to Internet Ressources, Armonk/NY 1997.

 

 

 

 

 

 

 

[3] Zum Publizieren siehe: BLEUEL, Jens, Online publizieren im Internet: elektronische Zeitschriften und Bücher, Pfungstadt 1995. HITZGES, Arno, Elektronisches Publizieren: ein Leitfaden für den Online-Verleger. Wirtschaftlichkeitsanalyse und Entwicklungsperspektiven, Stuttgart 1997. Zu den rechtlichen Fragen siehe: TONNINGER, Bernhard, Copyright und Urheberrecht im Internet: aktuelle, globale Rechtsentwicklungen unter Berücksichtigung von Datenbanken und Lösungsvorschläge zur Providerhaftung und zur Behandlung neuer Internetphänomene, Graz 1998. INTVEEN, Carsten, Internationales Urheberrecht und Internet: zur Frage des anzuwendenden Urheberrechts bei grenzüberschreitenden Datenübertragungen, Baden-Baden 1999. SCHWARZ, Mathias (Hrsg.), Recht im Internet: der Rechtsratgeber für Online-Anbieter und -Nutzer, Stadtbergen [Loseblattsammlung, Grundwerk 1997].

 

 

 

 

 

 

 

[4] PILLER, Frank, „Computernetze und wissenschaftliche Publikationen. Das Internet als Quelle des wissenschaftlichen Arbeitens“, in: WiSt 24 (1995), S. 646-649, hier S. 648.  Siehe auch das Themenheft  der GWU 49 (1998) 1 und den Aufsatz von GERSMANN, Gudrun, „Neue Medien in der Geschichtswissenschaft. Ein Zwischenbericht“, in: GWU 50 (1999) 4, S. 239-249.

 

 

 

 

 

 

 

[5] WALKER, Janice/TAYLOR,Todd, The Columbian Guide to Online Style, New York 1998, S. xi.

 

 

 

 

 

 

 

[6] KARMASIN,Matthias/RIBING, Rainer, Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 2. Aufl. Wien 1999, S. 63 [Unterstreichung im Original fett]. Zur Einteilung der Quellen nach ihrem Ursprung siehe S. 61-63.

 

 

 

 

 

 

 

[7] HORVATH, Peter, Geschichte online: Neue Möglichkeiten für die historische Fachinformation, Köln 1997. Die Dissertation von Horvath befaßt sich grundlegend mit der Bedeutung und Rolle von Online-Datenbanken für die Geschichtswissenschaft. Das Zitierproblem wird nicht weiter thematisiert.

 

 

 

 

 

 

 

[8] Siehe hierzu: HORSTKEMPER, Gregor/GERSMANN, Gudrun/ERBER, Robert, „Geschichte digital? CD-ROMs mit historischem Schwerpunkt“ [Sammelrezension], in: GWU 49 (1998) 1, S. 48-69.

 

 

 

 

 

 

 

[9] Bisher erschienen als: Amerika-Dienst, hrsg. Unites States Information Service (USIS), US-Embassy Bonn/Berlin. Jetzt zu erreichen über die Home-Page der US-Botschaft, online unter URL: <http://www.usembassy.de/policy/> (29.02.2000). Die Archivierung ist noch im Aufbau begriffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

[10] Bei der Recherche für diesen Beitrag konnten die meisten der in der gedruckten Sekundärliteratur angegebenen Internet-Adressen nicht mehr aufgerufen werden. Außerdem trat zutage, dass in der gedruckten Literatur kaum jemand die bestehenden Zitier-Regeln bei der Angabe von Internet-Adressen benutzt hat.

 

 

 

 

 

 

 

[11] The Internet Public Library, Citing Electronic Ressources (04.01.2000), online unter URL: <http://www.ipl.org/ref/QUE/FARQ/netciteFARQ.html>.(18.02.2000). Und TONG, Josie, Citation Style Guides for Internet and Electronic Sources (14.02.2000), online unter URL: <http://www.library.ualberta.ca/library_html/help/pathfinders/style/> (18.02.2000). Siehe "4. Style Guides on the Internet".

 

 

 

 

 

 

 

 

[12] Statt vieler: BRANDT, Ahasver von, Werkzeuge des Historikers. Eine Einführung in die historischen Hilfswissenschaften, 15. Aufl. Stuttgart 1998. OPGENOORTH, Ernst, Einführung in das Studium der neueren Geschichte, 5. Aufl.  Paderborn 1997.

 

 

 

 

 

 

 

[13] BURSCHEL, Peter, Geschichte. Ein Tutorium, Freiburg im Breisgau 1997, S. 27-29.

 

 

 

 

 

 

 

[14] Vgl. in diesem Sinne auch: WALKER/TAYLOR, The Columbian Guide to Online Style, S. 11.

 

 

 

 

 

 

 

[15] Vgl. hierzu einschlägig den Abschnitt „Die Quellen“ bei: OPGENOORTH, Einführung, S. 40-140.

 

 

 

 

 

 

 

[16] Es sei verwiesen auf Umberto Ecos „zehn Regeln“ für das Zitieren und dessen Nachweis: ECO, Umberto, Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften, 6. überarb. Aufl. [dtsch.] Heidelberg 1993, S. 196-218. Aus amerikanischer Sicht der „Klassiker“ von TURABIAN, Kate L., A Manual for Writers of Term Papers, Theses and Dissertations, 6. von John GROSSMAN und Alice BENNETT überarbeitete Aufl., Chicago 1996, hier S. 116-164. Ferner auf: PETERßEN, Wilhelm H.,Wissenschaftliche(s) Arbeiten, 6. Aufl. München 1999, S. 122/123 und SESINK, Werner, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten ohne und mit PC, 3. Aufl. München 1997, S. 104-108. Und WALKER/TAYLOR, The Columbian Guide to Online Style, S. 9-15.

 

 

 

 

 

 

 

[17] Vgl. PETERßEN, Wissenschaftliche(s) Arbeiten, S. 123127 und SESINK, Einführung, S. 108/109.

 

 

 

 

 

 

 

[18] Vgl. u.a. KARMASIN/RIBING, Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, S. 71 und STANDOP, Ewald/MEYER, Matthias L., Die Form der wissenschaftlichen Arbeit, 15. Aufl. Wiesbaden 1998, S. 52.

 

 

 

 

 

 

 

[19] Siehe hierzu: SESINK, Einführung, S.108 und PETERßEN, Wissenschaftliche(s) Arbeiten, S. 127.

 

 

 

 

 

 

 

[20] Zur Einteilung der Quellen nach ihrem Ursprung siehe: KARMASIN/RIBING, Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, S. 61-63.

 

 

 

 

 

 

 

[21] TURABIAN, A Manual, S. 158. Vgl.. Hierzu auch: WALKER/TAYLOR, The Columbian Guide to Online Style, S. 15-19.

 

 

 

 

 

 

 

[22]  Siehe hierzu statt vieler: PETERßEN, Wissenschaftliche(s) Arbeiten, S. 127.

 

 

 

 

 

 

 

[23] Hierzu gehört auch die Web Extension to American Psychological Association Style (WEAPAS).

 

 

 

 

 

 

 

[24] CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL: <http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000), siehe hierzu die "Introduction".

 

 

 

 

 

 

 

 

[25] LI, Xia/CRANE, Nancy, Electronic Styles: A Handbook for Citing Electronic Information, 2. Aufl. Medford/NJ 1997, S. xv und xviii (Electronic Style: A Guide to Citing Electronic Information, 1. Aufl. Medford/NJ 1993).

 

 

 

 

 

 

 

[26] [The] International Organization for Standardization, Excerpts from International Standard ISO 690-2. Information and Documentation - Bibliographic References - Part 2: Electronic Documents or Parts Therof (10.02.2000) online unter URL: <http://www.nlc-bnc.ca/iso/tc46sc9/standard/690-2e.htm> (10.03.2000).

 

 

 

 

 

 

 

 

[27] TURABIAN, A Manual, hier S. 158-159.

 

 

 

 

 

 

 

[28] KREINER, Sonja/DURRER, Ursula, Zitieren aus dem Internet (07.07.1998), online unter URL: <http://www.hist.unizh.ch/gs+edv/zitieren> (19.02.2000).

 

 

 

 

 

 

 

 

[29] Weitere  „Styles“ führt  im Abschnitt „5. Style Guides in Print in the University of Alberta“ auf:  TONG, Josie, Citation Style Guides for Internet and Electronic Sources (14.02.2000), online unter URL: <http://www.library.ualberta.ca/library_html/help/pathfinders/style/> (18.02.2000): Vancouver Style (International Committee of Medical Journal Editors), NLM Style (National Library of Medicine), CBE Style (Scientific Style and Format: the CBE Manual for Authors., Editors and Publishers, Cambridge), Legal Styles (Canadian Guide to Uniform Legal Citation und The Blue Book, Harvard Law Review Asociation) und Government Publications Style (Congressional Information Services).

 

 

 

 

 

 

 

 

[30] So STANDOP/MEYER,  Form der wissenschaftlichen Arbeit, S. 88. HARNACK, Andrew/ KLEPPINGER, Eugene, Online! Citation Styles (1998), online unter URL: <http://www.bedfordstmartins.com/online/citex.html> (26.02.2000).

 

 

 

 

 

 

 

 

[31] Siehe hierzu: BLEUEL, Online publizieren, S. 62-69.

 

 

 

 

 

 

 

[32] WALKER/TAYLOR,The Columbian Guide to Online Style, S. 1-3. Einschlägig ist das Kapitel 2.

 

 

 

 

 

 

 

[33] Eine Übersicht über die wichtigsten Internet-Dienste gibt: BLEUEL, Online publizieren, S. 20-22. Ferner: TONG, Josie, Citation Style Guides for Internet and Electronic Sources (14.02.2000), online unter URL: <http://www.library.ualberta.ca/library_html/help/pathfinders/style/> (18.02.2000).

 

 

 

 

 

 

 

 

[34] Zu Telnet siehe: WALKER/TAYLOR,The Columbian Guide to Online Style, S. 81-90. Weitere Zitier-Beispiele für elektronische Quellen sind bei WALKER/TAYLOR auf den folgenden Seiten zu finden: Synchronous Communication Sites S. 88-92; Online Reference Sources S. 92-95; Electronic Publications and Online Databases S. 96-99; Software Programs and Video Games S. 99-101.

 

 

 

 

 

 

 

[35] Die Zusammenstellung soll allgemein erforderlichen Elemente aufzeigen. Einschlägig hierzu: WALKER//TAYLOR,The Columbian Guide to Online Style, S. 22-37. Ein Grundmuster auf S. 43.

 

 

 

 

 

 

 

[36] Siehe hierzu: WALKER/TAYLOR,The Columbian Guide to Online Style, S. 34.

 

 

 

 

 

 

 

[37] CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL: <http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000), hier im Abschnitt "Models and Examples".

 

 

 

 

 

 

 

 

[38] BLEUEL,  Online Publizieren, S. 64-66.

 

 

 

 

 

 

 

[39] Bevorzugte Lösung von: THEISEN, Wissenschaftliches Arbeiten, S. 212.

 

 

 

 

 

 

 

[40] CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL: <http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000), hier im Abschnitt "Models and Examples".

 

 

 

 

 

 

 

 

[41] WALKER/TAYLOR,The Columbian Guide to Online Style, S. 26.

 

 

 

 

 

 

 

[42] WALKER/TAYLOR,The Columbian Guide to Online Style, S. 28-30.

 

 

 

 

 

 

 

[43] CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL: <http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000), Abschnitt "The Basis of My Recommodations". Zu Telnet siehe: Abschnitt "Finding and Using the Information for Citations".

 

 

 

 

 

 

 

 

[44] Die Zitier-Muster folgen: WALKER, Janice /TAYLOR, Todd, The Columbian Guide to Online Style, New York 1998, für WWW S. 44-64, für e-mail,Usenet und Newsgroup News S. 65-71, für Gopher S. 71-76 und für Ftp S. 76-81. Zur URL als „lingua franca“ siehe: CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL: <http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000), Abschnitt "The Basis of My Recommendations".

 

 

 

 

 

 

 

 

[45] CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL: <http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000), Abschnitt "Implications for Methodology".

 

 

 

 

 

 

 

 

[46] PILLER, Internet als Quelle, S. 646-649, hier S. 649.

 

 

 

 

 

 

 

[47] So PILLER, Internet als Quelle,  S. 648. Piller verweist darauf, dass elektronische Zeitschriften durch einen Herausgeberbeirat versuchen, einen gewissen Anspruch zu sichern.

 

 

 

 

 

 

 

[48] In diesem Sinne auch: PAGE, Melvin E., A Brief Citation Guide for Internet Sources in History and the Humanities (Version 2.1, 20.02.1996), online unter URL: <http://www.h-net.msu.edu/~africa/Citation.html> (19.02.2000). Siehe hierzu den Abschnitt „General Citation Considerations“.

 

 

 

 

 

 

 

 

[49] KREINER, Sonja/DURRER, Ursula, Zitieren aus dem Internet (07.07.1998), online unter URL: <http://www.hist.unizh.ch/gs+edv/zitieren> (19.02.2000). Siehe hierzu den Abschnitt "2. Probleme beim Zitieren von online verfügbaren Dokumenten".

 

 

 

 

 

 

 

 

[50] WALKER/TAYLOR, The Columbian Guide to Online Style, S. 3-4 und S. 22.

 

 

 

 

 

 

 

[51] Siehe hierzu die Angaben bei: PILLER, Internet als Quelle,  S. 648.

 

 

 

 

 

 

 

[52] KREINER, Sonja/DURRER, Ursula, Zitieren aus dem Internet (07.07.1998), online unter URL: <http://www.hist.unizh.ch/gs+edv/zitieren> (19.02.2000).  Siehe hierzu  "7. Das Problem der Seiteneinteilung".

 

 

 

 

 

 

 

 

[53] FLETCHER, Gordon/GREENHILL, Anita, Academic Referencing of Internet-based Resources  (April 1997), online unter URL: <http://www.spaceless.com/WWWVL/refs.html> (29.02.2000).

 

 

 

 

 

 

 

 

[54] PILLER, Internet als Quelle,  S. 649.

 

 

 

 

 

 

 

[55] KREINER, Sonja/DURRER, Ursula, Zitieren aus dem Internet (07.07.1998), online unter URL: <http://www.hist.unizh.ch/gs+edv/zitieren> (19.02.2000). Siehe hierzu "2. Probleme beim Zitieren von online verfügbaren Dokumenten". Ebenso ist THEISEN, Wissenschaftliches Arbeiten, S. 210 und 212 zu wiedersprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

[56] KREINER, Sonja/DURRER, Ursula, Zitieren aus dem Internet (07.07.1998), online unter URL: <http://www.hist.unizh.ch/gs+edv/zitieren> (19.02.2000). Siehe hierzu "4. Entwicklungsstand in Sachen Zitieren".

 

 

 

 

 

 

 

 

[57] Siehe: THEISEN, Wissenschaftliches Arbeiten, S. 215. Und BLEUEL, Online Publizieren, S. 63-64.

 

 

 

 

 

 

 

[58] GERSMANN, Neue Medien in der Geschichtswissenschaft, hier S. 247. Ferner: BLEUEL, Online Publizieren, S. 100.

 

 

 

 

 

 

 

[59] SCHOLZ, Die virtuelle Seminararbeit,  S. 328. Hinweis des Verfassers: Die von Scholz in einer Tabelle aufgeführten Beispiele für Zitate sowohl aus als auch im Internet erscheint angesichts der bereits bestehenden amerikanischen Standards als nicht mehr ausreichend.

 

 

 

 

 

 

 

[60] Hier ist KARMASIN/RIBING, Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, S. 85, ausdrücklich zu widersprechen, die die Angabe im Literaturverzeichnis nicht für zwingend halten.

 

 

 

 

 

 

 

[61] HOPPE, Uwe/KUHL, Jochen, Diplomarbeiten schreiben am PC. Text, Graphik und Recherche mit Windows, Word und WWW, München 1996, S. 149.

 

 

 

 

 

 

 

[62] Siehe hierzu: WALKER/TAYLOR, The Columbian Guide to Online Style, S. 16.  Vielfach werden bereits Links als Nachweis und Fußnotenersatz gesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

[63] KAMMER, Manfred, Bit um Bit. Wissenschaftliches Arbeiten mit dem PC, Stuttgart 1997, S. 142.

 

 

 

 

 

 

 

[64] HOPPE/KUHL,  Diplomarbeiten schreiben am PC., S. 149.

 

 

 

 

 

 

 

[65] In diesem Sinne äußern sich: HOPPE/KUHL, Diplomarbeiten schreiben am PC, S. 149.

 

 

 

 

 

 

 

[66] CROUSE, Maurice, Citing Electronic Information in History Papers (07.09.1999), online unter URL: <http://www.people.memphis.edu/~mcrouse/elcite.html> (18.02.2000), hier Abschnitt "Finding and Using the Information for Citations".

 

 

 

 

 

 

 

 

[67] Vgl. KARMASIN/RIBING, Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, S. 85.

 

 

 

 

 

 

 

[68] GERSMANN, Neue Medien in der Geschichtswissenschaft, S. 247.

 

 

 

 

 

 

 

[69] JENKS, Stuart, „Das Internet und die universitäre Lehre: Spielzeug, Werkzeug oder Teufelszeug? Ein Erfahrungsbericht aus der Sicht eines Dozenten und seiner Studenten“, in: GWU 49 (1998) 1, S. 30-34, Zitat S. 33.

 

 

 

 

 

 

 

[70] Vgl. ERBER, Robert, „Medienkompetenz und Geschichtswissenschaft. Konsequenzen einer veränderten Medienwelt für wissenschaftliches Studium und fachdidaktische Ausbildung“, in: GWU 49 (1998) 1, S. 35-43, besonders S. 37-39.

 

 

 

 

 

 

 

[71] GERSMANN, Neue Medien in der Geschichtswissenschaft , S. 244. Zur Digitalisierung  S. 242-244.

 

 

 

 

 

 

 

[72] GERSMANN, Neue Medien in der Geschichtswissenschaft, S. 246.

 

 

 

 

 

 

 

[73] WALKER/TAYLOR, The Columbian Guide to Online Style, S. xiii-xiv.